Einladung zum Nachdenken über das moderne Europa
Einladung zum Nachdenken über das moderne Europa

Christiano Ronaldo muss 7 Stunden auf Benzin warten und Nigel Farage findet gleich gar keine Tankstelle mehr, weil Rumän*innen in Groß Britannien nicht mehr LKW fahren. In Deutschland wäre morgen das billige Schweinefleisch ohne rumänische Arbeiter*innen alle. Es gibt aber so viel mehr über die Arbeitsmigration zu erzählen:

Eberswalder Köpfe – Ingenieur Adolf Rapaport

1871 Rumanien – 1933 Deutschland / Berlin

Die Erzählung über das Leben von Adolf Rapaport ist eine Einladung zum Nachdenken über das moderne Europa.

Themen sind die wechselseitige Arbeitsmigration im Laufe der Zeit (die Deutschen und ihre Gründe, in Rumänien zu arbeiten, und die Rumän*innen und ihre Arbeit in Deutschland) und der Antisemitismus, der ein roter Faden durch die Zeiten ist.

Ein rumänischer Ingenieur jüdischer Herkunft wanderte Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland aus. Er gründete eine Familie, machte Karriere, baute ein Unternehmen auf, wurde in Deutschland eingebürgert, wurde von der Wirtschaftskrise hinweggefegt, erlangte seinen Reichtum und sein Ansehen wieder und wurde während des Aufstiegs des Nationalsozialismus ein Opfer antisemitischer Repressionen.

Zwischen 1919 und 1929 wohnte Adolf Rapaport mit seiner Familie in Eberswalde, um das Messingwerk zu bauen. Er kauft und renoviert das Haus in der Eichwerder Straße 52-54 und zog mit seiner Frau Elise und seinen beiden Kindern Gustav-Friedrich und Gertrude nach Eberswalde. Diese Jahre sind wahrscheinlich die produktivsten für Adolf Rapaport.

Der Wasserturm für das Messingwerk ist uns als Andenken an Adolf Rapaport erhalten.

Außerdem ist das Thema Wasserturm ein gutes Beispiel für vergessene ökologische Lösungen, die in kleinen, netzunabhängigen (off-grid) Gemeinden genutzt werden können.

All diese Themen können das kritische Denken insbesondere von jungen Menschen fördern.

Wir möchten interessierten Eberswalder*innen und insbesondere Pädagog*innen unser Bildungsangebot

am Freitag, den 8. Oktober ab 18.00 Uhr im Wasserturm vorstellen.

 

Die Dauer der Veranstaltung beträgt eine Stunde und dreißig Minuten.

Begrenzte Platzkapazität. Bitte melden Sie sich an unter jahns@buergerstiftung-barnim-uckermark.de

Vortragende Personen sind Mădălina Gheorghiu (Konzept und Text) und Kai Jahns (Vernetzung).

Eine Veranstaltung der Stadt Eberswalde im Rahmen des Themenjahrs 2021: »Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg«

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.