Ideenwettbewerb <br>„Du hast den Hut auf!“ 2019
Ideenwettbewerb
„Du hast den Hut auf!“ 2019

Ideenwettbewerb 2019 „Du hast den Hut auf!“
Tolle Ideen von Kindern und Jugendlichen aus der Uckermark gewürdigt

Mit dem Ideenwettbewerb eröffnet die Bürgerstiftung Barnim Uckermark auch im Jahr 2019 konkrete Räume für gesellschaftliche Mitsprache und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Uckermark. Am 22. November fand die feierliche Preisverleihung in Prenzlau statt. Damit ist das Geheimnis um die Preisträger*innen endlich gelüftet.

Und das sind die Preisträger*innen 2019:

1. Preis (850,00 €) für die Idee „Vom Schweinetaxi zum Fahrradweg“ – von Dominic G., Schüler, 16 J., Prenzlau
Die Idee: Fahrradwege um Prenzlau werden auf den alten Kreisbahnstrecken ausgebaut, z. B. zwischen Dedelow und Straßburg. Die Fahrradwege sollen mit feinem Asphalt ausgestattet werden und es braucht eine Regelung wegen des Laubbefalls. Dafür sind Gespräche mit Gemeinden und Privatpersonen und Unterstützung von den Bürgermeistern und dem Tourismusverein notwendig. Auch politische Unterstützung und viel Geld wird gebraucht. Hier könnten Förderungen oder Crowdfunding helfen.

Die Jury würdigte diese großartige Idee und das bereits im Vorfeld getätigte Engagement des Jugendlichen, z.B. seine Recherchen und seinen Einsatz für den Klimaschutz. Große Ideen fangen mit kleine Schritten an … Die Bürgerstiftung wird Dominic weiter begleiten. Ein erster Schritt ist es, ihn mit dem Verkehrsbeirat des Landkreises in Kontakt zu bringen.
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2. Preis (400,00 €) für die Idee „Ein Fußballplatz für alle“ –  von 7 Schüler*innen im Alter von 10-12 J., Dorfschule Wallmow
Die Idee: Einen schönen geraden Fußballplatz mit schönen Toren für alle. Welche Tore gebaut werden, wie der Platz aufgefüllt und Plan gemacht werden kann, möchten sie mitbestimmen. Die Holztore möchten sie in der Holzwerkstatt bauen. Für die gesamte Umsetzung brauchen sie Unterstützung von Lehrern, vom Bauer und Architekt, von der Gemeinde und von Menschen, die diese Idee auch gut finden. Für das Netzt der Tore und für die Erde, den Sand und den Rasen wird auch Geld benötigt.
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Dritter Platz von zwei Drittplatzierten (250,00 €) für die Idee „Jugendparlament für Nordwestuckermark“ – von  11 Schüler*innen im Alter von 10-14 J., Jugendfeuerwehr Naugarten
Die Idee: Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Nordwestuckermark möchten politisch mitbestimmen. Dafür soll ein Jugendparlament gegründet werden. Die Vorschläge des Jugendparlaments werden bei der Gemeinde eingebracht. Die Gemeinde bezieht das Jugendparlament bei Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen, mit ein. Unterstützung von Lehrern, Sozialhelfern, dem alten Bürgermeister und von Leuten, die sich damit auskennen ist notwendig. Für Flyer, Plakate, Wahlzettel, Fahrtgeld und Verpflegung für die Gründungsveranstaltung wird Geld benötigt.
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Dritter Platz von zwei Drittplatzierten (250,00 €) für die Idee „Ein Spielplatz in Parmen“ – von 3 Schülerinnen im Alter von 8-10 J., Aktive Naturschule Prenzlau
Die Idee: Bei dem Spielplatz in Parmen geht es um Spaß und Glücklichkeit und darum, neue Freunde zu gewinnen. Geplant sind neue Schaukeln und Klettergerüste für Kleine und Große. Bei der Planung möchten sie gefragt werden, wo was hin kommt und aus welchem Material es ist. Gemeinsam mit Eltern und Lehrer wollen die drei Schülerinnen ihre Idee der Gemeinde vorstellen. Für die Umsetzung ist Unterstützung durch die Gemeinde notwendig. Es braucht jemanden, der es baut und es braucht Materialien wie z.B. Holz, Schrauben, Werkszeug u.v.m.

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Einen Sonderpreis (150,00 €) für die Idee „Trampolin für Mühlhof“ vergab die Jury an drei Kinder im Alter von 3-6 J. aus Mühlhof bei Prenzlau

Die Idee: Der Spielplatz soll um ein Trampolin erweitert werden. Die Kinder möchten mitbestimmen, wo es aufgestellt werden soll – neben der Schaukel und dem Klettergerüst und welche Farbe es hat. Gemeinsam möchten sie zur Stadt gehen und ihre Trampolin-Idee vorschlagen. An der Umsetzung würden sich der Spielplatzbauer und Bewohnern aus dem Dorf beteiligen. Unterstützung braucht es durch die Verwaltung der Stadt Prenzlau.  Neben der Genehmigung ist Geld für das Trampolin und sind Leute, die beim Buddeln helfen, notwendig.

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Nebenpreis (50,00 €) für die Idee „Ein schöner Spielplatz für Wilhelmshof“ – Idee von 6 Kindern und Jugendlichen im Alter von 9-17 J., Jugendfeuerwehr Wittstock

Die Idee: Es gibt keinen Spielplatz in Wilhelmshof, das soll sich ändern, denn Kinder und Jugendliche können sich bisher nur an der Bushaltestelle treffen. Ihre Idee wollen sie der Gemeinde vorstellen, bei der Planung dabei sein und mitbestimmen was und wie gebaut wird. Unterstützung bei der Umsetzung wird u.a. von der Bürgermeisterin, der Ortsvorsteherin und Handwerkern benötigt. Für Materialspenden sollen der Förster, die Metallbaufirma und Bauern gefragt werden. Weiteres Geld wird für die Spielplatzbauer in Form von Spenden benötigt.

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Nebenpreis (50,00 €) für die Idee „Mülleimer für das Dorf“ – von 7 Schüler*innen im Alter von 10-12 J., Dorfschule Wallmow

Die Idee: Mülleimer selbst aus Holz bauen und aufstellen, damit nicht mehr so viel Müll im Dorf rumliegt, der für die Umwelt schlecht ist. Mitbestimmt werden soll, wo die Mülleimer aufgestellt werden, zum Beispiel einer bei der Feuerwehr und einer bei der Schule. Die Mülleimer können regelmäßig von der Schule geleert werden oder die Idee wird in der Gemeinde vorgestellt und gefragt, ob die Mülleimer durch die Gemeinde geleert werden. Unterstützung wird von Lehrern, von Achim in der Holzwerkstatt und von der Gemeinde gebraucht.
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Weitere Ideen:

„Müll als Problem / Schülerzeitung“ – Idee von 5 Kindern im Alter von 9-11 J., Kinderkirche St. Jacobi Prenzlau
Die Idee: Mit einem Beitrag auf das Problem mit dem Müll und den Schaden für die Umwelt aufmerksam zu machen. Ziel ist es, dass nicht so viel weggeschmissen wird – auch auf der Straße – und nicht so viel Plastik gekauft wird. Dafür soll eine Schülerzeitung gegründet und ein Beitrag im Fernsehen erstellt werden. Unterstützung von Lehrern und Schülern wird ebenso gebraucht wie vom Bürgermeister und Rebekka von der Kinderkirche. Für Materialien wie Papier, Drucker, Briefumschläge, Postmarken und einen Stick wird Geld benötigt.

Die Jury würdigte die Idee mit einem Spendenaufruf  während der Preisverleihung und kündigte Hilfe beim Verteilen der Schülerzeitung an.
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Ebenfalls einen Spendenaufruf bekam die Idee „Rettet den Ententeich in Prenzlau“ – Idee von 7 Schüler*innen von 8-10 J., Aktive Naturschule Prenzlau
Die Idee: Im Ententeich im Stadtpark Prenzlau und im Uckersee soll kein Müll mehr rein geworfen werden und der Teich und See sauber sein. Dafür bauen die Schüler*innen Schilder aus Holz „Bitte keinen Müll rumwerfen“ und möchten diese aufstellen.  Für die Unterstützung wird Steffen für die Holzwerkstatt und Sebastian für Kunst gebraucht. Auch der Bürgermeister wir um Unterstützung gebeten. Über die Idee soll dann in der Prenzlauer Zeitung ein Artikel erscheinen.
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Café für Jung & Alt in Lychen – Idee von 12 Schüler*innen im Alter von 7-11 J., Pannwitz GS Lychen
Die Idee: Ein von Kindern geführtes Café im Mehrgenerationshaus in Lychen, in das alle Leute kommen können. Bei der Gestaltung der Räume und der Inneneinrichtung, aber auch beim Speiseplan möchten die Kinder mitbestimmen. Unterstützung wird von Mika Götsch; MGH und weiteren Erwachsenen, die mithelfen möchten, gebraucht. Für Miete, zusätzliche Einrichtung wie z.B. einen Ofen wird Geld benötigt. Da das Essen für Kinder unter 8 Jahren kostenlos sein soll, ist auch hier zusätzlich Geld wichtig.
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Das Schülerbudget – Idee von 23 Schüler*innen, im Alter von 8-10 J., Freie Schule Angermünde
Die Idee: Einmal im Jahr bekommen alle Schüler*innen der Schulen in Angermünde (oder in der Uckermark) die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Eine Jury prüft, ob die Ideen allgemein für Kinder und Jugendliche sind, ob sie gemeinnützig und nachhaltig sind. Danach wir abgestimmt, welche Idee beim Schülerbudget der Stadt eingereicht werden soll, um so die Umsetzung zu finanzieren. Unterstützung wird von Erwachsenen, die sich mit dem Städtehaushalt auskennen und von den jeweiligen Bürgermeistern gebraucht.

Die Bürgerstiftung findet diese Idee großartig und wird weiter unterstützen und begleiten. Erste Gespräche mit dem Angermünder Bürgermeister laufen bereits. Die Schüler*innen sind direkt im Dezember zur Angermünder Stadtverordnetenversammlung eingeladen, um ihre Idee vorzustellen.
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Eine Rutsche für den öffentlichen Spielplatz – Idee von 11 Schüler*innen im Alter von 6-9 J., Hort Artur Becker Grundschule Prenzlau
Die Idee: Eine Rutsche auf dem öffentlichen Spielplatz im Hof der Artur Becker Grundschule aufstellen. Bisher sind dort nur sehr wenige Spielgeräte und das soll geändert werden. Darüber, welches Spielgerät aufgestellt wird, möchten die Kinder mitbestimmen und dafür Skizzen und Entwürfe zeichnen und ein Model basteln. An der Planung werden Horterzieher*innen, Lehrer*innen und der Bürgermeister mit beteiligt. Für die Umsetzung wird eine Firma benötigt, die die Rutsche erstellt und aufstellt. Zu der Einweihung soll die Presse eingeladen werden.

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Spielplatzschilder für Kita Kinderland – Idee von 12 Schüler*innen im Alter von 7-12 J., Hort Artur Becker Grundschule Prenzlau
Die Idee: Für den neuen Spielplatz sollen selbst gestaltete Schildern beim Eingang aufgestellt werden. Die Kinder haben festgestellt, dass Hunde ohne Maulkorb auf dem Spielplatz sind und viele Zigarettenkippen rumliegen. Außerdem möchten Sie darum bitten, dass nichts kaputt gemacht wird und die Mülleimer öfter geleert werden. Die Schüler*innen möchten den Bürgermeister um Unterstützung bitten, um die Schilder aufstellen zu können. Für die Umsetzung braucht es die Erzieher aus dem Hort und Materialen wie Holz, Lack, wasserfeste Stifte.

Alle Ideen können auch in der Festschrift zur Preisverleihung nachgelesen werden.

Der Ideenwettbewerb 2019

Wir haben junge Menschen im Alter von 6 bis 21 Jahren aus der Uckermark ermutigt und eingeladen, ihre eigenen Projektideen, ihre Träume, Wünsche und Ideen, für sich und für andere bei uns einzureichen. Wichtig für die Bewerbung war auch in diesem Jahr, dass die Ideenfindung hauptsächlich von Kindern oder Jugendlichen ausgeht, und sie auch später bei der Umsetzung die wichtigsten Akteure sind.

Über 100 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ecken der Uckermark haben sich beteiligt und insgesamt 13 Projektideen eingereicht. Bei diesen Ideen geht es um Mitbestimmung und Mitgestaltung in ihren Dörfern und Städten, es geht um Umweltthemen und Mobilität, um Chancen und Potentiale und darum, dass andere Menschen auch daran teilhaben können.

 

Unsere eigens für den Wettbewerb gebildete Kinder- und Jugendjury aus der Uckermark hat im Vorfeld Kriterien für die Teilnahme am Ideenwettbewerb 2019 erarbeitet und darüber entschieden, welche Beteiligungsideen ausgezeichnet werden und wie viel Preisgeld sie erhalten. Die 10 Mitglieder Jury im Alter von 9 – 14 Jahren haben sich mit großem Einsatz und Leidenschaft mit den 13 eingereichten Projektideen beschäftigt. In einem gemeinsamen Wochenend-Workshop haben die Jugendlichen sich informiert, recherchiert, diskutiert und abgewogen.

Für die Würdigung der eingereichten Ideen kann in diesem Jahr ein Preisgeld von insgesamt 2.000 € durch die Zinserträge des Förderfonds „Kinder für Kinderrechte“ der Bürgerstiftung Barnim Uckermark und durch Spenden bereitgestellt werden. Ein riesengroßer Dank geht daher an die Spenderinnen und Spender, die gemeinsam das Preisgeld stifteten.

Mit einer Spende unterstützt haben uns:

Alke Stock, ENERTRAG AG, Familie Gerber, Familie Lübken, Helga Thomé, Hemme Milch GmbH & Co. KG, Landrätin Karina Dörk/Landkreis Uckermark, Mitglieder der LINKEN Uckermark, Rotary Club Prenzlau, Stadt Angermünde, Uckermärker Milch GmbH, Uta Leichsenring

Wir sind nun gespannt, wie die einzelnen Ideen weiterentwickelt und umgesetzt werden und werden natürlich weiterhin an dieser Stelle darüber berichten.

Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark setzt sich übrigens seit über 15 Jahren für bessere Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen sowie für die Umsetzung von Kinderrechten, indem sie die Mitbestimmung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärkt.

 

Ansprechpartnerin im Projektbüro Prenzlau:

Silke Steinfadt
steinfadt@buergerstiftung-barnim-uckermark.de
Tel. (03984) 93 89 010

 

 

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